Reckenfeld "Aktuell"

Das "Integrierte Handlungskonzept für die Ortsmitte Reckenfelds"

Begleitung ab Januar 2012

Das Thema zur Veränderung der Ortsmitte Reckenfelds bleibt ein "heißes" Thema. Viele Personen und auch Gruppen setzten sich mit dieser Angelegenheit intensiv auseinander.

Die Westfälischen Nachrichten schreiben am 21. Januar 2012:

Quo vadis Ortsmitte?

Reckenfeld: Öffentlich sichtbar ist noch nichts, doch das von der Verwaltung beauftragte Planungsbüro "Wolters Partner" arbeitet schon intensiv an der Bestandsaufnahme für das "Integrierte Handlungskonzept Ortsmitte Reckenfeld". Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen in der Verwaltung wird außerdem ein Konzept entwickelt, wie möglichst viele Bürger in die Diskussionen einbezogen werden können. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Bis zu den Sommerferien soll das Handlungskonzept erarbeitet und von den politischen Gremien bis hin zum Rat beschlossen sein. Das ist erforderlich, um die notwendigen Fördermittel noch in diesem Jahr beantragen zu können. "Ich bin froh, dass uns das Büro Wolters Partner bei diesem Prozess begleitet. Wir werden von den Erfahrungen dieses Büros mit den Städtebauförderprogrammen profitieren und sicher ein hochwertiges Konzept erarbeiten können", freut sich Bürgermeister Peter Vennemeyer.

Projektleiterin Ulrike Penselin erläutert weitere Einzelheiten: Für die Steuerung des Diskussionsprozesses wird zunächst ein "Lenkungskreis" gebildet. Der Lenkungskreis begleitet den gesamten Prozess und plant die einzelnen Schritte. Abschließende Entscheidungen darüber, wie die Ortsmitte zukünftig gestaltet werden soll, werden hier aber nicht getroffen. Das Gremium ist auf eine überschaubare Personenzahl von rund 20 Teilnehmern begrenzt, es tagt nicht öffentlich. In ihm sind Verwaltung, Politik, Interessensvertretungen (etwa der Seniorenbeirat und die Kultur- und Sporttreibenden Vereine) und von den Planungen direkt betroffene Organisationen (zum Beispiel der SC Reckenfeld) mit je einem Vertreter repräsentiert. "Diese Rahmenbedingungen haben sich bei anderen Projekten, zum Beispiel auch beim Integrierten Handlungskonzept Innenstadt, hervorragend bewährt", ist Penselin vom Erfolg überzeugt. Anfang Februar wird der Lenkungskreis erstmals tagen und anschließend die weiteren Planungen bekannt geben.

Der Lenkungskreis wird ergänzt durch öffentliche Beteiligungsveranstaltungen, bei denen sich interessierte Bürger informieren, ihre Ideen einbringen und diskutieren können. Aktuelle Zwischenergebnisse werden außerdem in der Presse und im Internet veröffentlicht.

"Ich hoffe, dass wir wie bei den Diskussionen zum Integrierten Handlungskonzept für die Innenstadt ein kreatives, zukunftsweisendes und realistisches Konzept auf die Beine stellen und damit die Bezirksregierung und das zuständige Ministerium überzeugen", wünscht sich Bürgermeister Peter Vennemeyer. Er appelliert an alle Beteiligten, sich auf dieses gemeinsame Ziel zu konzentrieren.

Der SPD-Ortsverein Reckenfeld (Blickpunkt) führte im März 2012 ein Gespräch mit Bürgermeister Peter Vennemeyer:

Blickpunkt: Herr Vennemeyer, was passiert mit der Ortsmitte?

Vennemeyer: Ende letzten Jahres wurde der Beschluss für die Erarbeitung eines sogenannten "Integrierten Handlungskonzeptes" für die Ortsmitte Reckenfeld gefasst.

Das beauftragte Büro Wolters hat inzwischen eine städtebauliche Bestandsaufnahme und Analyse der Ortsmitte erarbeitet und am 7. Februar 2012 einem Kreis von Reckenfelder Repräsentanten (dem "Lenkungskreis") vorgestellt. Im Lenkungskreis werden die Ergebnisse einzelner Arbeitsschritte vorgestellt und diskutiert. Dieses Gremium berät auch über die weiteren Schritte im Planungsprozess, insbesondere auch über die Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung.

Am 2. März 2012 von 19 bis 22 Uhr fand im Deutschen Haus eine Planungswerkstatt zur Ortmitte statt, zu der alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren. Jeder - ob Bürger/in oder Fachmann/frau - konnte hier seine Ideen einbringen und diskutieren. Und so geht es danach weiter: Das Büro Wolters erarbeitet auf der Grundlage der bis dahin erarbeiteten Ergebnisse verschiedene Planvarianten für die Ortsmitte und schlägt einen Katalog von Handlungs- und Umsetzungsstrategien sowie ein Handlungs- und Maßnahmenprogramm vor.

Diese Ergebnisse werden zunächst wieder dem Lenkungskreis im Mai 2012 vorgestellt. Dann wird auch darüber diskutiert, ob und in welcher Form weitere Fragen mit den Bürgern diskutiert werden sollen.

Auf jeden Fall wird das erarbeitete Handlungskonzept für die Ortsmitte Reckenfeld vor den für Juni und Juli 2012 geplanten abschließenden Beratungen in den politischen Gremien in einer Stadtteilkonferenz den Reckenfeldern vorgestellt.

Das Integrierte Handlungskonzept wird schließlich als Grundlage für einen Antrag auf Städtebauförderung herangezogen. Aktuelle Informationen wie Protokolle, Präsentationen und Dokumentationen zu diesem Thema finden Interessierte auf der Internetseite der Stadt Greven.


Die Westfälischen Nachrichten am 16.3.2012


Westfälische Nachrichten vom 4. Mai 2012:

Ortsmitte: Mehr Grün, weniger Verkehr

Reckenfeld - Man möge die Skizzen bitte nicht als Entwurf verstehen, betont Stadtplaner Christian Jakob. Der Begriff "Entwurf" impliziere, dass ein solcher irgendwann auch so umgesetzt werde. Soweit sei man aber noch lange nicht. Die Skizzen seien vielmehr Vorschläge, die das Büro Wolters und Partner erarbeitet habe. Diskussionsgrundlage. Eine Einladung gewissermaßen.

Die beiden Skizzen sind die gezeichnete Zusammenfassung der Vorstellungen, die die Reckenfelder in der Planungswerkstatt und im Lenkungskreis erarbeitet haben. Noch ohne verbindlichen Charakter, gleichwohl an einigen Stellen richtunggebend. Wie die Ortsmitte mal aussehen wird? Welche Nutzungen denkbar sind? Das ist auch nach der jüngsten Sitzung des Lenkungskreises am Mittwochabend noch weitgehend offen.

Aber manches hat sich wohl als mehrheitsfähig herauskristallisiert. Etwa der Erhalt des Marktplatzes als Veranstaltungsort. "Das ist schon ein Ort der Identifikation", sagt Jakob. Viele Reckenfelder können sich zudem vorstellen, das frühere Schulgebäude - oder zumindest einen Teil davon - künftig als Bürgerhaus zu nutzen.

Wie Ulrike Penselin von der Stadtverwaltung berichtete, gebe es jedoch noch keine Fortschritte bei der Erarbeitung eines Konzeptes durch den Bürgerverein.

Dass auf den Skizzen das Schul-Areal komplett überplant sei, heiße jedoch noch gar nichts. Ende Mai soll es Gespräche mit dem Bürgerverein geben. Dann solle sich klären, ob der Traum vom Bürgerhaus aufrecht erhalten werden kann.

Im Lenkungskreis sei diese Frage durchaus hitzig diskutiert worden, räumten Penselin und Jakob ein. Gleiches gelte für die Überplanung der Sportplätze. Obwohl durchaus denkbar, dass dort mal Wohngebäude stehen werden, sei diese Frage derzeit nicht akut.

Akut scheint aber der Bedarf zu sein, der Bahnhofstraße den trennenden Charakter zu nehmen. Schmaler soll sie werden, ihre Parkstreifen verlieren und eventuell mit einheitlicher Pflasterung optisch mehr dem Umfeld angeglichen werden. Sie werde derzeit "als Zäsur" wahrgenommen, sagt Jakob. Dass soll sich ändern.

So soll dem Straßenverkehr sein im Ortskern dominierender Charakter genommen werden. An mehreren Stellen sieht das Büro "Wolters Partner" Potenzial für eine zusätzliche Bebauung, etwa auf dem Parkplatz nordöstlich der Kirche. Entstünde dort Einzelhandel, biete dies laut Jakob die Chance, einen Rundlauf zu schaffen und die Einzelhandelsangebote der Ortsmitte besser zu vernetzen.

Der mehrfach geäußerte Wunsch eines Mehrgenerationenparkes in der Ortsmitte schlug sich in entsprechender Berücksichtigung in beiden Skizzen nieder. Mehr Grün, eine Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Kreisel, die Sanierung von Fassaden, architektonische Mindestanforderungen für Neubauten, eine Neuanordnung der Parkflächen auf dem Kirchplatz, eine Reduzierung von großen Werbeanlagen - dies und mehr sind weitere denkbare Mosaiksteine, die dazu beitragen könnten, die Reckenfelder Ortsmitte zu stärken.

Ziel ist es, bis Ende August einen Antrag zu formulieren, der den Weg zu Städtebaumitteln aus dem Fördertopf "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" ebnen soll. Eine solche Förderung war bereits für Grevens Innenstadt gewährt worden.

Um solche Fördermittel dann auch tatsächlich in Anspruch nehmen zu können, sei neben der Einsicht der Bezirksregierung, dass es in Reckenfeld Handlungsbedarf gebe, vor allem eines nötig: die Bereitschaft der Reckenfelder, sich einzubringen. "Damit diese teilweise fantastischen Ansätze keine Fantasie bleiben, brauchen wir privates, finanzielles Engagement", wirbt Jakob bei Anliegern und Immobilienbesitzern um Unterstützung.

Das könne bedeuten - etwa im Fall des Mehrgenerationenparks - mal eine Schüppe in die Hand zu nehmen, aber auch "echtes" Geld zu investieren.

Sollte der Förderantrag Erfolg haben, müssten die Stadt etwa zehn und private Investoren 20 Prozent zuschießen. "Man muss das so sehen: Für jeden privaten Euro gibt es vier Euro obendrauf", so Jakob.

In einer Stadtteilkonferenz am 1. Juni werden die Skizzen öffentlich vorgestellt. Anregungen zum Integrierten Handlungskonzept sollten bis zum 21. Mai eingereicht werden.


Die Westfälischen Nachrichten schreiben am 7. Mai 2012 erneut über den Mittelpunkt Reckenfelds

Am 1. Juni 2012 fand die letzte Stadtteilkonferzenz im Rahmen des Projektes "Reckenfeld 2020" im Deutschen Haus statt.

Die hiesigen Zeitungen (Westfälische Nachrichten (WN) und (Grevener Zeitung) (GZ) hatten ihre(n) Berichterstatter/in geschickt. Hier die entsprechenden Berichte, zusammengefasst in der einer PDF-Datei.


Sitzungsbericht der Westfälischen Nachrichten vom 25. Juni 2012: Sitzungsbericht der Grevener Zeitung vom 25. Juni 2012:
Eine Analyse von Oliver Hengst - vom 30. Juni 2012 - von den Westfälischen Nachrichten:
Die WN vom 6. Juni 2013 Einen Tag später: Erste Reaktion seitens der Politik
Planer Jan Cejka: Lokalitären fehlen (13.6.2013)

WN: Park neben der Sporthalle (20.6.2013)
Stadt beantragt Fördermittel (1.7.2013)

Reiling schaltet Landrat ein (2.7.2013)
Rat bringt Zuschussantrag auf den Weg (12.7.2013)

Umgestaltung der Ortsmitte im Rat. Für die WN: Mehrwert für Reckenfeld (12.7.2013)
In 2013 wird es nichts mehr... (25.10.2013)

Im Jahr 2014 könnte es was werden... (25.10.2013)

Die Stadt Greven zum Thema "IHK" für Reckenfeld: HIER erfahren Sie mehr...


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