Reckenfeld "Aktuell"

Projekt Reckenfeld 2020

Hier werden Sie künftig über den Stand des Projektes aus Sicht eines Reckenfelder Teilnehmers informiert. Es wird keine Detailangaben geben, sondern stichwortartig berichtet. Die Texte - auch wenn weitere hinzukommen -, bleiben bestehen, damit Sie die Entwicklung von 2020 von Beginn an verfolgen können.


Die dritte Stadtteilkonferenz fand am Samstag, dem 11. September 2010, in der Walgenbachsporthalle statt

Das Ergebnis (Es wurden Texte aus der WN und GZ entnommen und hier veröffentlicht):

"Mit Visionen wollen wir Ideen entwickeln, die Wirklichkeit werden." Unter diesem Leitspruch eröffnete der Leiter des Teams Stadtentwicklung und Umwelt Klaus Dieter Kotz-Lörper am Samstagnachmittag seinen Vortrag.

Seine Vision im Projekt Reckenfeld 2020 war es, den Ortskern in den kommenden Jahren zu einem Ankerplatz für Bürger und einem Brennpunkt des Gemeinschaftslebens umzugestalten.

Auch die anderen Arbeitsgruppen stellten ihre Ergebnisse vor und diskutierten sie im Anschluss untereinander. Mit der Kennzeichnung von historischen Radwanderwegen und Laufwegen beschäftigte sich die Gruppe von Olaf Wirl "Aktiv ums Regenrückhaltebecken".

Die Arbeitsgruppe von Heinz Zurheide setzte sich mit dem Bürgerhaus auseinander. "Wir würden gerne eine zentrale Stätte mit sozialen und kulturellen Angeboten ins Leben rufen, die die verschiedenen Generationen zusammenbringt. Jeder, der Lust hat, soll seine Ideen mit einbringen, denn das Projekt ist eine Gemeinschaftsaufgabe", erklärte Wirl.

Ein kulturenübergreifendes Projekt stellte Gertrud Schulze Gerling vor. "Wir sind dabei, ein Programm auf die Beine zu stellen, um verschiedene Kulturen in einer zwangsfreien Atmosphäre in Kontakt zu bringen", erklärte sie. Kulturenküche nenne sich das Treffen, bei dem Menschen aus verschiedenen Ländern gemeinsam kochen. Für weitere Freizeitangebote möchte Ilja Kryszat mit ihrem Team "Interkulturelle Aktionen" sorgen.

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Projektleiterin Ulrike Penselin war enttäuscht von der Resonanz bei der Stadtteilkonferenz am Samstagnachmittag. Rund 50 Teilnehmer verloren sich etwas in der Walgenbachsporthalle, die meisten davon "bekannte" Reckenfelder Gesichter, die schon immer in unterschiedlicher Form für den Ortsteil aktiv waren.

Es berichteten die Sprecher der Arbeitsgruppen kurz und prägnant über den Stand der laufenden Projekte. Ob Kulturenküche, Hausaufgabenhilfe, Aktivitäten rund um das Regenrückhaltebecken oder interkulturelle Aktionen - bei den konkret fassbaren Projekten geht es voran, obwohl neue Mitstreiter überall gesucht werden.

Stadtplaner Dieter Kotz-Lörper stellte zwei Varianten vor, die eine Umnutzung des neueren Gebäudetraktes der Hauptschule zu einem Bürgerhaus vorsehen, um das sich je nach Variante barrierefreies Wohnen oder Mehrgenerationen-Wohnen gruppieren.

Das Sportplatz-Gelände ist für ein Wohngebiet mit unterschiedlichen Wohnformen reserviert. Kotz-Lörper sprach vom "Prinzip der kurzen Wege" und einer engen Verzahnung von Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen.

Auch der Entwurf der Otto-Brüder mit einem Abriss der Hauptschule und einem Bürgerhaus-Neubau und einer axialen Verbindung zum Kirchplatz durfte bewundert werden. Es gehe jetzt darum, "Wege aus der Möglichkeitswelt in die Wirklichkeitswelt zu finden", sagte Kotz-Lörper.

Bei der abschließenden Diskussion ernten die Pläne zur Gestaltung der Ortsmitte mit dem Nebeneinander unterschiedlicher Wohnformen durchaus Wohlwollen. Von der Vision zur Wirklichkeit ist es aber noch ein langer Weg.


Zweite Stadtteilkonferenz am Samstag, dem 16. Januar 2010 in der Walgenbachsporthalle

Das Ergebnis:

Der Schluss sei an den Anfang gestellt. Bürgermeister Peter Vennemeyer war letzter Redner: "Das ist überwältigend, dass die hier anwesenden Reckenfelder/innen so viel Engagement an den Tag legen und bereits konkrete Vorstellungen - zum Teil auch unter Angabe von Terminen - präsentieren. Sie können versichert sein, dass die Verwaltung und auch ich, Sie in allen Belangen unterstützen werden, um viele der heute entwickelten Ideen realisieren zu können."

Zwei Themenbereiche standen auf der Tagesordnung

  1. Was geschieht mit dem Schulgelände bzw. Schulgebäuden in der Ortsmitte?

  2. Erweiterung des Freizeitangebotes in Reckenfeld

Die Vorgabe der Veranstaltungsleitung hieß: "Am Ende des Tages soll es Namen geben, die sich für bestimmte Projekte einsetzen, und wir wollen einen Terminplan aufstellen." Mutig!

Fast alle der ca. 130 Reckenfelder/innen teilten sich auf die 9 Arbeitsgruppen auf und los gings mit den Diskussionen:

  • Schaffung eines "Ortes der Begegnung": Bürgerhaus - ja oder nein!

  • Benötigen wir einen Bürgerverein?

  • Einrichtung eines Jugendtreffs

  • Erhalt der bestehenden Schulgebäude - oder Neubau?

  • Bildung und Schulstandort

  • Einrichtung einer Hausaufgabenhilfe für Schüler

  • Erholungsangebot am Regenrückhaltebecken

  • Veranstaltungen zum interkulturellen Kochen

  • .. und noch mehr ...

Die Moderation sowie die Begleitung der Arbeitsgruppen übernahmen Expertinnen der StadtRaumKonzept GmbH aus Dortmund. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Ulrike Penselin.

Nach 3-stündiger Diskussionsphase traten die eben ernannten Gruppenleiter/innen ans Mikro. Sie erklärten Inhalte und Ziele, und was besonders erstaunlich war, mit welch konkreten Absichten und einzuleitenden Maßnahmen die Ergebnisse bekanntgemacht wurden. Es wurden auch schon Termine für das jeweilige Gruppenprojekt genannt.

Die Westfälischen Nachrichten hatten in ihrer Wochenendausgabe am 16.1.2010 auf ein neues Konzept der Brüder Jürgen und Willy Otto aufmerksam gemacht.

"Die Ottos" nutzten das Forum, um ihr eigenes Projekt (Plan), die Erweiterung und Umgestaltung der Ortsmitte bzw. des Schulgeländes, vorzustellen.

Wie geht es weiter?

Von Zeit zu Zeit soll über die fortschreitende Entwicklung der Arbeitsgruppen über die Presse berichtet werden.

Die nächste Stadtteilkonferenz wird nach den Sommerferien 2010 stattfinden.


Erste Stadtteilkonferenz am 20. November 2009: Start für das Projekt "Reckenfeld 2020"

Die unterschiedlichen Ankündigungen des Bürgermeisters Peter Vennemeyer und der Projektverantwortlichen Ulrike Penselin an die Reckenfelder, sich in dieses Projekt einzubringen, trugen erste Früchte. Die gut besuchte Veranstaltung (etwa 150-180 Anwesende) im Deutschen Haus war ein Beleg dafür. Ein weiteres Plus: eine gut vorbereitete und gut strukturierte Konferenz, die auch zum Mitmachen angelegt war.

Vorgestellt wurde das 2020-Projekt - das auf drei Jahre ausgelegt ist -, durch Peter Vennemeyer und Ulrike Penselin, durch die Veranstaltung führte der Dortmunder Jens Stachowitz, der auch zukünftig als externer Berater das Projekt begleiten wird.

Aus einer ins Detail gehenden Bestandsaufnahme sowie aus Vorschlägen der Reckenfelder Bevölkerung konnte ein Projektkonzept erarbeitet werden, dass in Auszügen von Ulrike Penselin an diesem Abend vorgestellt wurde. Das Konzept sieht (natürlich) eine unterschiedliche Gewichtung anstehender Themen vor. Mit hoher Priorität wurden versehen:
  • Nutzung der Hauptschulgebäude

  • Fortsetzung des Integrationsprojektes "Reckenfeld - das sind wir!"

  • Was ist los für Kinder und Jugendliche?

  • Raus ins Grüne!

Mit abgestufter Priorität versehen, die Themen:

  • Nix los in Reckenfeld?

  • Netzwerk schaffen für die Reckenfelder Wirtschaftsunternehmen

  • Sichere Straßen mit den Themen Bus und Bahn.

Und wie sahen die Reckenfelder diese Themenauswahl? An Stellwänden konnte eine Stunde lang jeder Anwesende seine Vorstellungen zu den Themen niederschreiben bzw. durch Punkteverteilung eine Bewertung vornehmen, was auch reichlich genutzt wurde. Heraus kam: dass das Thema Hauptschule mit den meisten Stimmen versehen und damit zum Thema Nummer 1 favorisiert wurde.

Auch die Möglichkeit eigene Wünsche zu anderen Themen zu benennen, bestand. Größere Zustimmung fanden die Hinweise, eine Brücke über die Ems in Grevens Norden zu bauen, Licht ins Dunkle zu bringen, auf dem Radweg von Reckenfeld nach Greven sowie der Erhalt der Flächen zwischen den Blöcken.

Ein Lenkungsausschuss - zusammengesetzt aus Bürgern, Vertretern der Verwaltung und der Politik - wird als Bindeglied demnächst fungieren. Am 16. Januar 2010 findet die nächste Veranstaltung in der Walgenbachsporthalle statt, bei der Arbeitskreise installiert werden sollen.

Und das steht gleich zu Beginn des Projektes 2020 fest: Geld von Seiten der Stadt Greven zur Realisierung von Ideen und Maßnahmen ist nicht zu erwarten (weil kein Geld im Stadtsäckel ist). Damit müsste bereits jetzt das gesamte Projekt 2020 "in die Tonne geklopft werden", könnte man meinen.

Doch Halt! Schon jetzt aufgeben? Wohl eher nicht! Denn es ist immer vernünftiger, Ideen zu sammeln und zu bewerten, engagierte Menschen ausfindig zu machen, und mal sehen, was geht! Und es geht was! Das haben die Reckenfelder in den vergangenen Jahren des öfteren bewiesen.

Hervorragende Beispiele sind die Skulpturen auf beiden Kreiseln im Ort: Am Anfang war kein Geld vorhanden, wohl aber Menschen mit Ideen, die bereit waren, ihr Engagement in die Waagschale zu werfen. Am Ende konnten unter Mitwirkung vieler Betriebe sowie Reckenfelder Bürger Stelen präsentiert werden, die in ihren historischen Dimensionen ihres Gleichen suchen.

Manfred Rech


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