Bereits in jungen Jahren machte sich Heinrich Schlick in Dortmund mit einem Reparaturbetrieb für Autos und Motorräder selbständig, später kam der Eigenbau von Motorrädern hinzu. In den Jahren 1931/32 erwarb Heinrich Schlick in der neuen Siedlung Reckenfeld ein Grundstück, auf dem er eine Werkstatt errichtete. Die Firma handelte mit Fahrrädern, Motorrädern, Haushaltswaren und Radiogeräten. Im Jahre 1945 wurden die Betriebsgebäude von der UNRRA beschlagnahmt, so daß man im Jahre 1949 einen neuen Anfang machen mußte.
Ab 1949 wurden Kompressoren mit Antriebsmotoren bis zu 30 KW sowie Strahlanlagen hergestellt. Die Firma beschickte die ersten internationalen Fachmessen in Hannover und Frankfurt und gewann so rasch einen weiten Kundenkreis (u.a. Hoesch und Gutehoffnungshütte). Bald folgten die ersten Auslandsaufträge (Türkei, Kuweit, Schweiz), auch mit Bau-Dieselkompressoranlagen bis zu 12 m3/Min.
In den 1960er Jahren spezialisierte sich die Firma "Schlick" immer mehr auf Strahlanlagen. Im Jahre 1968 vergab die Firma "H. Schlick" die Lizenz zur Herstellung von Schlick-Sandstrahlanlagen nach Frankreich. Durch die Dimensionierung der neuen Maschinen wurden die Produktionsstätten in Reckenfeld zu klein, so daß man sich im Jahre 1969 entschloss, in Metelen ein weiteres Werk zu errichten. Bereits im Jahre 1970 wurden in Metelen rund ?0 Mitarbeiter beschäftigt. Schon vier Jahre später mußten in Metelen Erweiterungsgebäude errichtet werden. Der Arbeitsschwerpunkt lag nun auf der Herstellung von Strahlanlagen und Sondermaschinen für die Oberflächentechnik.
Im Jahre 1981 wurde ein weiterer Zweigbetrieb in Bempflingen bei Stuttgart errichtet. Mitte 1984 wurden von der Schlick-Gruppe in drei Werken mit rund 200 Mitarbeitern Strahlanlagen im Druckluft- und Schleuderradstrahlverfahren sowie Sonderanlagen und komplette Konservierungslinien auf dem Sektor Oberflächenbearbeitung hergestellt. Im Jahre 1985 lieferte die Firma Großanlagen u.a. in die UdSSR, nach Österreich, nach Japan und in die Schweiz.
Anfang Dezember 1985 verstarb der Seniorchef und Firmengründer Heinrich Schlick GmbH. Seit dieser Zeit wird das Unternehmen von seinen Kindern weitergegeführt.
Im Jahre 1986 kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Flugzeughersteller Messerschmidt-Bölkow-Blohm: Die Firma "Heinrich Schlick KG." entwickelte ein neuartiges, umweltfreundliches System, um mittels Kunststoffstrahlen auch Flugzeugteile entlacken zu können (ein Beitrag zum Umweltschutz, da hierdurch giftige Phenolverbindungen für das Entlacken abgelöst werden können). Die Firmengruppe Schlick beschäftigt Ende 1991 rund 350 Mitarbeiter. Seit Anfang 1990 wird in Chemnitz eine Zweigstelle mit zwei Fachingenieuren aus den neuen Bundesländern betrieben. 1992 konnte ein Industriegrundstück erworben werden, auf welchem die 4. Produktionsstätte von Schlick errichtet wird.
Das ursprüngliche Einzelhandelsgeschäft führt seit mehreren Jahren Tochter Edith.
"Wir begannen unsere Firmenentwicklung im Jahre 1990 als Lohnstrahl- und Lackierbetrieb unter dem Namen Schlick Chemnitz Engineering GmbH in Chemnitz. Zudem wurden für die damalige Schlick-Gruppe Strahlanlagen und Lackieranlagen vertrieben. Vom direkt einsetzenden Erfolg ermuntert entschlossen wir uns zum Bau einer eigenen Produktionshalle mit Bürogebäude in Mühlau. 1993 konnte das neue Gebäude bezogen werden. Die Produktionshalle wurde mit modernen Lackier- und Strahlanlagen ausgestattet, mit denen wir uns als fachlich kompetenter Korrosionsschutzbetrieb für stationäre und mobile Einsätze unseren Kunden anbieten.
Aus einer anfänglich kleinen Mitarbeiterzahl entwickelte sich mittlerweile eine Belegschaft von mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Tätigkeitsbereich hat sich während der vergangenen Jahre deutlich verbreitert. Neben der Führung des Korrosionsschutzbetriebes in Mühlau entwickeln, konstruieren und fertigen wir inzwischen Druckstrahlanlagen (Freistrahlräume) und Lackieranlagen sowie die häufig dazugehörige Fördertechnik, insbesondere für großvolumige Werkstücke.
Als Ausdruck der Eigenständigkeit und Loslösung von der mittlerweile an einen US-amerikanischen Konzern verkauften Schlick-Gruppe erfolgte im Jahre 2000 die Umbenennung unserer Firma in SLF Oberflächentechnik GmbH.
Um den westlichen Teil Deutschlands intensiver bearbeiten zu können, gründeten wir im Jahre 2003 eine Niederlassung, die zunächst im westfälischen Emsdetten ihren Sitz fand. Dort in einem Gebäude zusammen mit dem Maschinenbauunternehmen AGTOS (Hersteller von Schleuderradstrahlanlagen) untergebracht, wurden seit dem gemeinsam umfangreiche Systeme für die Oberflächentechnik vom Entrosten, Reinigen, Entgraten, Verfestigen und Entschichten - also Strahlen - bis zum Beschichten angeboten und realisiert.
Zunehmender Platzbedarf durch eine steigende Mitarbeiterzahl, sowohl bei der Firma AGTOS, als auch bei uns, machte Anfang 2006 einen Umzug in ein neues Domizil erforderlich. Der ehemalige Schlick-Betrieb in Greven-Reckenfeld, nur wenige hundert Meter vom Standort Emsdetten entfernt, dient uns nun als Hauptsitz, denn mit dem Umzug wurde auch der Firmensitz von Mühlau nach Greven-Reckenfeld verlegt."
Die "Urzelle" der Firma Heinrich Schlick. |
Die erste Station von Heinrich Schlick. |
1940er Jahre. |
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1950er Jahre. |
1950er Jahre. |
1952: Messestand. |
1956. |
1959. |
1950er Jahre. |
1961. |
1961. |
1961. |
In den 1960er Jahren. |
Tochter Edith wirbt für ihre Artikel. |
1971.
Quelle: Stadtarchiv Greven |
Sohn Dieter Schlick, 1975. |
1983. |
Der "Schlick-Truck". |
2000: Die Belegschaft. |
Der Firmengründer Heinrich Schlick. |
An der Bahnhofstraße. |
Die Sirene auf dem Dach... |
Die Grevener Straße und das Unternehmen. |
Auslandsbriefe. |
Der Unternehmer Heinrich Schlick. |
1999. |
Das Geschäft von Edith Schlick. |
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2007.. |
2007. |
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